Mitmachen als Annahmestelle

Anmeldung als Annahmestelle (Geschäfte, Unternehmen, Dienstleister, Freiberufler )

Als Unternehmen können Sie sich hier anmelden.                                                                                              

Vorteile des Chiemgauers für regionale Unternehmen

  • Der Chiemgauer stellt eine ideale Werbeplattform für Vor-Ort-Geschäfte bereit (gedrucktes Anbieterverzeichnis, online-Suchmaschine des Chiemgauers, Mini-Website für die Unternehmen). In einigen Produktbereichen wird die Akzeptanz des Chiemgauers schnell zum Alleinstellungsmerkmal.

  • Der Chiemgauer beschafft Neukunden und bindet diese langfristig an das Unternehmen.

  • Erste Unternehmen beginnen bereits, die monatlichen steuerfreien Sachbezüge als Chiemgauer-Sachwertgutscheine auszugeben. Von dem dadurch in Umlauf gebrachten Geld können nur Regiogeld-Unternehmen profitieren.

  • Der Chiemgauer ist ein Plus für Vor-Ort-Geschäfte im Globalisierungs-Wettbewerb und im zunehmenden online-Handel, denn er verschafft seinen Partnern einen deutlichen Imagegewinn und bindet Kunden langfristig an das Unternehmen.

Die Kosten als Chiemgauer-Unternehmer

  • Der Mitgliedsbeitrag beim Chiemgauer Verein beträgt monatlich 12 Euro.

  • Die Gebühr für den Rücktausch von Chiemgauern in Euros beträgt 5% des Nennwertes. Diese Rücktauschgebühr wird auch dann fällig, wenn vom eigenen Chiemgauer Konto auf das Euro-Konto eines Lieferanten überwiesen wird. Es fällt nicht an, wenn vom eigenen Regiokonto auf das Regiokonto eines anderen Unternehmens überwiesen wird.

  • Chiemgauer Scheine müssen zu jedem Halbjahresbeginn mit einer Marke im Wert von 3% des Nennwertes des Geldscheins aufgewertet werden.

  • Jeder Geldbetrag auf dem Regiokonto unterliegt ab dem 90. Tag des Zahlungseinganges einem Werteverfall von 0,1% pro Woche.

  • Sowohl Rücktauschgebühr als auch Umlaufimpuls (Werteverfall) können steuerlich als Werbungskosten abgesetzt werden.

  • Evtl. fallen noch Bankgebühren für die Kontoführung des Zweitkontos an,

Was anfangen mit eingenommenen Chiemgauern

Je mehr sich der Chiemgauer weiter verbreitet, desto mehr werden (zusätzliche) Einnahmen in Chiemgauern anfallen. Befinden sich Chiemgauer-Scheine in der Kasse des Unternehmens, so können diese bei den Wechselstellen kostenfrei auf das eigene Chiemgauer-Konto eingezahlt werden. Für jeden Geschäftsinhaber stellt sich dabei aber die Frage, was er mit den Chiemgauern anfangen soll, wenn er sie nicht in Euros zurücktauschen will und damit die Rücktauschgebühren umgehen will.

  • Der Unternehmer kann Chiemgauer als Privatentnahme der Kasse entnehmen und mit diesem Geld seine Privateinkäufe bei anderen Regio-Unternehmen tätigen

  • Der Unternehmer kann Firmeneinkäufe bei anderen Regio-Unternehmen vornehmen. Dazu zählt z.B. der Strombezug, Werbung, Bürobedarf

  • Der Unternehmer kann steuerfreie Sachbezüge für Mitarbeiter in Chiemgauern ausstellen. 

Buchhaltung und Steuerklärung mit dem Chiemgauer

Der Chiemgauer ist steuerrechtlich eine Rechnungseinheit im Wert 1 zu 1 zum Euro. In der Buchhaltung wird immer der Euro-Wert verbucht.

Das Regiokonto wird bei der Buchhaltung wie ein gewöhnliches Euro-basiertes Zweitkonto geführt. Da dem Regiokonto ein gewöhnliches Girokonto zugrunde liegt, können Sie die Kontoauszüge für das Regiokonto über Ihre Hausbank abgerufen werden. Zusätzlicher bürokratischer Aufwand für den Umgang mit dem Chiemgauer entsteht in diesem Falle nicht.

Unternehmen, die den geringen Zusatzaufwand bei der täglichen Kassenabrechnung mit Chiemgauer Scheinen vermeiden wollen, können sich als Unternehmen registrieren lassen, welches ausschließlich die Regiokarte als Zahlungsmittel akzeptiert. Sie verzichten dabei auf rund 20% der potentiellen Chiemgauer Kunden, die auf die Barzahlung beim Einkauf fixiert ist.

Gemäß Kassensicherungsverordnung muss für jeden Geschäftsvorfall die Zahlungsart mit aufgezeichnet werden. Beim Chiemgauer handelt es sich streng genommen um einen Gutschein. Diese Zahlungsart muss als eigene Option auf der elektronischen Kasse eingerichtet werden. Das Kassensystem druckt dann beim Kassenabschluss am Ende des Tages den Chiemgauer-Betrag, der sich in der Kasse befindet, aus. Dieser Wert muss mit dem Betrag in der Kasse übereinstimmen. Die Einrichtung einer neuen Zahlungsart wird vom Hersteller/Verkäufer des Kassensystems - meist über eine Hotline - übernommen. Mitglieder des Chiemgauer-Vereins sind Ihnen hierbei gerne behilflich.

Mitgliedsbeitrag, Rücktauschgebühr und Umlaufimpuls können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Dazu sendet die Regios e.G. dem Unternehmen am Ende des Wirtschaftsjahres automatisch über diese Ausgaben eine Quittung zu, die bei der Steuer als Beleg eingereicht werden kann.

Weitere Informationen über die Verbuchung und Steuererklärung mit dem Chiemgauer finden Sie in unserem Merkblatt zur Verbuchung von Regiohgeld

Hier finden Sie vertiefende Informationen über die Buchhaltung für Annahmestellen ohne und mit Regiogeld-Girokonto.

Ihr Weg zum Regiogeld Unternehmen

Sie wollen ein Unternehmen werden, bei dem man mit Chiemgauern einkaufen kann?

  • Melden Sie sich bei der Regios eG als Akzeptanzstelle an! Sie erhalten innerhalb von zwei Wochen eine Bestätigung über die Aufnahme als Anbieter in den Chiemgauer Verein. Damit erhalten Sie auch

    • den Zugang zu den Werbeplattformen

    • die orange Regiocard zum Abheben von Chiemgauern von Ihrem Euro Konto

Jetzt können Sie Bar-Chiemgauerscheine annehmen. Durchstarten mit Lesegerät und Regiokonto:

  • Bestellen Sie das Regiocard-Lesegerät! Mit diesem können Sie die Regiokarten Ihrer Kunden einlesen und zur Bezahlung des Rechnungsbetrages nutzen. Setzen Sie sich mit dem Hersteller Ihres Kassensystems in Verbindung. Dieser wird bei Ihnen einen zusätzlichen Button auf Ihrer Kasse einrichten, mit dem die Chiemgauer Einnahmen auf Ihrer Kasse automatisch richtig verbucht werden. Gleichzeitig wird bei der Regios eG ein internes Regiokonto angelegt, auf das die Kundenzahlungen überwiesen werden.

  • Zur Verbesserung der Möglichkeiten des Zahlungsverkehrs empfiehlt sich die Einrichtiung eines Chiemgauer-Girokontos. Dieses ist ein ganz normales Bankkonto, auf welches die Regiogeld-Regeln angewendet werden. Damit ist es möglich, Regiogeld im etablierten Bankensystem umzusetzen. Eröffnen Sie hierzu ein Zweitkonto bei Ihrer regionalen Bank. Füllen Sie dann das Rechenzentrums-Serviceformular aus. Dann wendet die Regios eG die Regiogeld-Regeln auf dieses Konto an.

Wenn Sie sich ohne weitere Optionen bei der Regios e.G. anmelden, dann sind Sie ausschließlich Annahmestelle für Chiemgauer Scheine, also für regionales Bargeld. Wollen Sie, dass Ihre Kunden auch mit Karte zahlen können, so benötigen Sie neben dem Lesegerät ein Regiokonto. Außerdem können Bareinnahmen mit der blauen Regiokarte bei den Wechselstellen ohne Umtauschgebühr auf das Regiokonto einbezahlt werden. Mit der orangen Regiokarte können Chiemgauer Scheine von dem Regiokonto abgehoben werden oder gebührenfrei eine Kartenzahlung auf das Regiokonto eines anderen Unternehmens vorgenommen werden. Welche Möglichkeiten darüber hinaus Ihnen das Regiokonto bietet, hängt von der Art des Regiokontos ab:

Bei Bestellung des Lesegerätes wird automatisch ein gebührenfreies virtuelles Konto bei der Regios e.G. eröffnet. Dieses erfüllt zwar die genannten Minimalanforderungen an ein Regiokonto ist aber darüber hinaus in seinen Möglichkeiten stark eingeschränkt. Als Alternative hierzu können Sie ein Chiemgauer Girokonto einrichten. Eröffnen Sie hierzu ein Zweitkonto bei Ihrer regionalen Bank. Dieses müssen Sie bei der Regios e.G. als Chiemgauer-Girokonto anmelden. Es wird dadurch den Regiogeld-Regeln des Finanzdienstleisters unterworfen. Das Chiemgauer Girokonto hat gegenüber dem Virtuellen, internen Konto folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile

Nachteile

 
  • Alle banküblichen Transaktionen wie Überweisung und SEPA Lastschrift können mit diesem Kontotyp durchgeführt werden.

 
 
  • Bankgebühren für Kontoführung

  • Nicht alle Banken unterstützen das Anlegen eines Zweitkontos, insbesondere nichtregionale Banken