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Mir ist Klimaschutz sehr wichtig

Was war wichtig? Und was wurde erreicht? Die Chiemgauer-Redaktion führte ein Interview mit dem Ersten Vorstand Christian Gelleri. Fünf Fragen. Fünf klare Antworten. Lesen Sie das Interview:

Was war wichtig? Und was wurde erreicht? Die Chiemgauer-Redaktion führte ein Interview mit dem Ersten Vorstand Christian Gelleri. Fünf Fragen. Fünf klare Antworten. Lesen Sie das Interview:


Warum war das zurückliegende Jahr ein erfolgreiches Jahr für den Chiemgauer?

Wir haben eine hohe Zuverlässigkeit in die Abläufe hineingebracht. Zugleich waren wir innovativ und haben uns mit der Regios Genossenschaft, dem elektronischen Chiemgauer und einer neuen Webseite weiter entwickelt. Die Entwicklungsschritte haben wir mit pünktlich und in einer hervorragenden Teamatmosphäre umgesetzt.

Mit der Einbindung von Erzeugern und Vermarktern sind wir dem Kerngedanken der regionalen Kreislaufbildung des Chiemgauer treu geblieben. Ebenso sind wir bei der Förderung der Vereine einen großen Schritt vorangekommen, ohne dass der Kostenanteil für die Unternehmen gestiegen ist. Die Umsätze der Unternehmen haben sich von 1,5 auf etwa 2,5 Millionen Chiemgauer erhöht. Die Kosten lagen bei 50.000 Chiemgauer oder 2 Prozent vom Chiemgauer-Umsatz. Die Hälfte ging an die Vereine. Die Fördersumme lag bei 25.000 Chiemgauer. Das waren 50 Prozent mehr als in 2006. Die Betreiber des Chiemgauer kommen mit nur einem Prozent für die Verwaltung aus.

Der Chiemgauer ist für die Unternehmen ein äußerst günstiges Marketing-Instrument. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen. Das Netzwerk umfasst mittlerweile 630 Unternehmen. Während im Jahr 2007 über 130 Unternehmen beigetreten sind, haben nur 7 die Mitgliedschaft gekündigt.

Wichtiger als die Zahlen ist die menschliche Seite des Chiemgauer: Alle Mitarbeiter vom Jahresanfang sind auch am Jahresende weiter mit an Bord und schön ist, dass drei neue Mitarbeiter das Team verstärken. Diese »innere Stabilität« ist eine gute Grundlage für 2008.

Was war für Sie die größte Baustelle?

Die größte Baustelle des ersten Halbjahres war die Genossenschaft Regios. Die Suche eines geeigneten Genossenschaftsverbandes, das Zusammentragen von Satzungsentwürfen, die Bildung der Vision und der Strategie, das Schreiben eines Geschäftsplans und vieles mehr waren zu leisten.

Ein erster Versuch wurde bereits 2005 gewagt, versandete jedoch. Mit der Gründung der RegioStar-Genossenschaft im Frühjahr 2007 kam frischer Wind in die Angelegenheit. Am 7. Juli 2007 war es dann soweit und die Regios eG wurde gegründet.

Was ist nicht gut gelaufen?

Weiß nicht.

Welche Ziele stehen für Sie im Vordergrund für 2008?

Ein gutes Gelingen bei der Verwaltungsfusion mit dem Sterntaler. Die Vertiefung der Netzwerk-Kooperation. Die Gewinnung weiterer Ortsbeauftragter. Die Konsolidierung von Abläufen.

Was motiviert Sie persönlich im neuen Jahr sich für den Chiemgauer zu engagieren?

Mir ist Klimaschutz sehr wichtig. Dass der Mensch der Erde nur so viel entnimmt wie sie zu regenerieren in der Lage ist. Die Regionalisierung ist dabei ein wichtiger Baustein.