CHIEMGAUER: Chiemgauer e. V.

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Chiemgauer e. V.

Einer der Höhepunkte beim Chiemgauer: Die Verleihung des RIO-Award 2006

 

Der Chiemgauer e. V. ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Zweck Bildung und Forschung. über Projekte wie Schülerunternehmen, Kongresse, Fortbildungen, Praktika, Veranstaltungen, Informationstreffen und vielen anderen Maßnahmen entsteht eine "lernende Region", die sich aufmacht, eine nachhaltige Regionalentwicklung zu erreichen. Der Begriff der Nachhaltigkeit bezieht sich dabei auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie wir "klimafreundlich" werden können, wie alle Menschen in der Region optimal ihre Fähigkeiten ausbilden und einbringen können und wie eine Wirtschaft zum Wohle der Menschen entsteht.

 

In der Satzung des Chiemgauer e. V. ist der Chiemgauer als gleichberechtigtes Zahlungsmittel festgelegt. Alle Nutzer des Chiemgauer werden Mitglied im Chiemgauer e. V. Die Regeln des Chiemgauer beschließt die Mitgliederversammlung. Festgehalten sind diese in der Beitragsordnung. Mit den Regeln werden die Satzungszwecke des Chiemgauer e. V. gefördert. Die Abwicklung des Zahlungsmittels Chiemgauer ist wirtschaftlicher Natur. Anfangs waren die Umsätze noch gering und gehörten zum Zweckbetrieb Chiemgauer Schülerunternehmen. Durch das dynamische Wachstum des Chiemgauer wurde es notwendig, den wirtschaftlichen Bereich auszulagern.

 

Die ehrenamtlich tätigen Chiemgauer-Aktiven haben zu diesem Zweck einen wirtschaftlichen Träger gegründet, um den wirtschaftlichen Bereich zu übernehmen und weiter zu professionalisieren. Am 7.7.07 war es soweit: Die Sozialgenossenschaft Regios wurde am Geburtsort des Chiemgauer, in Prien am Chiemsee, gegründet.

Vorstandschaft des Chiemgauer e. V.

 

Vorstand des Chiemgauer e.V.

Erster Vorsitzender: Christophe Levannier, Traunstein

Zweiter Vorsitzender: Stefan Schütz, Neubeuern

Schriftführerin: Katharina Gruber-Trenker, Schonstett

Schatzmeisterin: Susanne Leitner, Aiging

Rechnungsprüfer: Steuerberater Rudi Heitauer, Inzell und Konrad Sauro, Gstadt

 

Beratend nehmen an den Vorstandssitzungen die Regionalgruppenleiter teil:

Regionalgruppenleiter Chiemsee-Achental: Peter Fochler

Regionalgruppenleiterin Traunstein-Trostberg: Elke Mathe

Regionalgruppenleitung Rosenheim-Wasserburg-Mangfalltal: Katharina Gruber-Trenker

 

 

1. Vorsitzender Christophe Levannier

1. Vorsitzender

Christophe Levannier

2. Vorsitzender Stefan Schütz

2. Vorsitzender

Stefan Schütz

Schatzmeisterin Susanne Leitner

Schatzmeisterin

Susanne Leitner

Schriftführerin Katharina Gruber-Trenker

Schriftführerin

Katharina Gruber-Trenker

 

 

 

 

 

Historie des Chiemgauer e. V.

Ende September 2002 starten sechs Schülerinnen und Christian Gelleri das Chiemgauer-Projekt. Der Chiemgauer regional - Verein für nachhaltiges Wirtschaften ist zunächst ein nicht eingetragener Verein. Als Koordinatorin des Schülerunternehmens wird Mirjam Fochler gewählt. Weitere Zuständigkeiten: - Produktion - Theresa Landstorfer - Marketing - Cathrin Förster - Buchhaltung - Franziska Genghammer - Organisation - Charlotte Gaitzsch - Design, Gestaltung - Anna-Catherina Seibt

Die Erstausgabe

Am 30. Januar 2003 erfolgt die Erstausgabe des Chiemgauer mit etwa 2.000 Chiemgauer, die bei der ersten Informationsveranstaltung sofort vergriffen sind. Gefördert werden konnte erst mal nur die Turnhalle der Waldorfschule Prien. 20 Akzeptanzstellen machen mit.

1. Regiogeld-Kongress

Ende Februar 2003 findet der 1. Regiogeld-Kongress statt mit Vorträgen von Prof. Margrit Kennedy und Johannes Stüttgen. Die Organisation erfolgt durch Christian Gelleri und das Schülerunternehmen. Die Resonanz ist mit 150 Teilnehmern aus der Region und aus dem deutschsprachigen Raum überwältigend.

Eintragung des Trägervereins

Am 2. Juni 2003 gründen Schüler, Eltern und Lehrer den Chiemgauer regional e. V. Gleichberechtigte Vorstände sind Mirjam Fochler, Charlotte Gaitzsch und Christian Gelleri.

Vernetzung der Regio-Initiativen

Im September 2003 kommen in Prien am Chiemsee Menschen aus ganz Deutschland und Österreich zusammen, um das Regionetzwerk zu gründen. Die Arbeitsplattform für Regiogeld-Initiativen wurde von Declan und Margrit Kennedy sowie von Christian Gelleri initiiert. Franz Galler erklärt, er möchte ein Regiogeld im Berchtesgadener Land initiieren. Es folgt eine enge Zusammenarbeit des Chiemgauer e. V. mit dieser und vielen weiteren Initiativen.

Von Generation One zu Generation Two

In der Mitgliederversammlung 2004 werden Mirjam Fochler, Anna-Catherina Seibt und Dr. Christina Kiewitz zum Vorstand gewählt. Christian Gelleri übernimmt die Geschäftsführung. Der zweite Regiogeld-Kongress im März 2004 wird von Marc Berghaus organisiert und wird ein noch größerer Erfolg als der erste. Im Sommer 2004 machen 8 Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse ein Praktikum beim Schülerunternehmen. 6 Schüler entscheiden sich für die Mitarbeit im Schuljahr 2004/2005.

Mirjam Fochler beim Vortrag

Dynamisches Wachstum

Aufgrund des dynamischen Wachstums des Chiemgauer mit mittlerweile über 200 Unternehmen beginnt im Dezember 2004 ein Strategie- und Leitbild-Prozess. Die Schüler der 1. Generation verabschieden sich in der zweiten Jahreshälfte aufgrund von Abiturvorbereitungen.

Strategiefindung 2005

Auf der Mitgliederversammlung 2005 erfolgt eine Erweiterung des Vorstands. Christian Gelleri wird 1. Vorsitzender. Als Stellvertreter werden Klaus Kopp und Thomas Wittich gewählt. Im erweiterten Vorstand sind weitere 5 Vorstände.

 

Im Sommer 2005 löst sich das Chiemgauer-Projekt von der Waldorfschule Prien. Die Schülermitarbeit wird in Projektform weitergeführt unter Einbeziehung weiterer Schulen.

 

Die Ergebnisses des Strategie- und Leitbildprozesses finden Sie hier. Auch wenn sich Zeitpläne und einige Details geändert haben, sind die erarbeiteten Grundzüge aktuell.

Initiierung des Regiogeld e. V.

Im Herbst 2005 zeigen sich immer mehr die Grenzen einer lockeren Zusammenarbeit über das Regionetzwerk. Christian Gelleri initiiert als 1. Vorsitzender des Chiemgauer e. V. zusammen mit Franz Galler die Gründung eines "Europäischen Regiogeld-Verbandes". Am 8.2.2006 wird in Traunstein der "Regiogeld e. V." gegründet mit dem Chiemgauer e. V. als eines von 8 Gründungsmitgliedern. Gemeinsame Qualitätskriterien werden verabschiedet.

Elektronischer Chiemgauer 2006

Auf der Mitgliederversammlung 2006 wird Peter Fochler als stellvertretender Vorstand in den geschäftsführenden Vorstand gewählt. Die Beitragsordnung wird präzisiert und enthält einen Jahresbeitrag. Der elektronische Chiemgauer wird von Christian Gelleri, Günter Ganslmeier und Thomas Wittich entwickelt. Das Regionalbüro Rosenheim-Wasserburg-Mangfalltal wird mit dem Test des eChiemgauer in Wasserburg am Inn beauftragt. Aus den Rückmeldungen wird ein erstes Tarifmodell entwickelt.

2007 im Zeichen von REGIOS

Die Mitgliederversammlung 2007 bestätigt am 3.3.07 den Vorstand des Chiemgauer e. V. Der geschäftsführende Vorstand besteht weiterhin aus Christian Gelleri, Klaus Kopp und Peter Fochler. Die Mitgliederversammlung gibt grünes Licht für die Gründung der Sozialgenossenschaft Regios am 7.7.07.

 

Das Jahr 2007 wird mustergültig mit einem Wachstum von 50% beendet. Besonders stolz sind die Macher auf über 25.000 Chiemgauer, die an die regionalen Vereine im Jahr 2007 ausgeschüttet werden konnten.

Jubiläumsjahr 2008 - Jahr des Schwunggeldes

Im Januar 2008 wurde der Chiemgauer 5 Jahre alt. Die St. Leonhards Vertriebs-GmbH sponsert im Jubiläumsjahr 10.000 Chiemgauer für regionale Vereine. Die Ausschüttung erfolgt durch eine Verdoppelung der 3%-Begünstigung. Für die beiden Waldorfschulen in Rosenheim und Prien am Chiemsee übernimmt die Software-AG-Stiftung die Verdoppelung. Von Januar bis September 2008 konnten 15.000 Chiemgauer verdoppelt werden.

 

Die Jahresergebnisse können sich wieder einmal sehen lassen: 30 % Zuwachs beim Eintausch von Euro in Chiemgauer, über 30.000 Chiemgauer für die Vereine und über 3 Millionen Chiemgauer Umsatz bei den Mitgliedsbetrieben. Die Einnahmen der Chiemgauer-Initiative steigen auf 100.000 Chiemgauer.

 

Franziska Ziegler von der Universität Passau führte 2008 vier Befragungen durch. Die Zufriedenheit der Verbraucher im Chiemgauer-Netzwerk ist sehr hoch, die Unternehmen schätzen das Preis-Leistungs-Verhältnis überwiegend als gut bzw. sehr gut ein. Die Studie zeigt reichlich Informationsbedarf in der Öffentlichkeit. Die Studie zeigt auch, dass der größte Teil der Unternehmer ihre Chiemgauer wieder komplett ausgeben. Der Chiemgauer bewährt sich trotz Finanzmarktkrise als "Schwunggeld".

2009 - Chiemgauer Klimawerkstatt

Auf Anregung des Vereinsvorsitzenden Christian Gelleri entstand die Idee, Testverbrauchergruppen zu bilden. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München durchgeführt. In Traunstein, Rosenheim und Inzell konnten dank der guten Vernetzung der Chiemgauer-Initiative drei Gruppen mit 40 Haushalten gestartet werden. Ziel war es, die Klimabilanz zu verbessern. Die Gruppen wurden professionell moderiert und von Experten begleitet. Es fanden gemeinsame Veranstaltungen in Traunstein und Inzell statt. Ein Highlight war eine Rede des alternativen Nobelpreisträgers Hermann Scheer, der die Klimawerkstatt und das Chiemgauer-Projekt sehr gelobt hat.

Die Klimawerkstatt wurde in zwei weiteren Runden in Inzell von Elisabeth Koch weitergeführt. Durch die kontinuierliche Arbeit der zweiten Vorsitzenden konnte der Klimawerkstatt-Ansatz auf solide Füße gestellt werden. Die Ergebnisse werden laufend unter www.klimawerkler.de transparent gemacht. Die Ansatz der Testverbrauchergruppen ist aus dem Chiemgauer-Netzwerk heraus geboren worden und macht nun auch überregional Schule. So gab es bereits Gruppen in München, Bremen und Franken, die von den in der Praxis entwickelten Methoden profitieren konnten.

2010 - Jahr des Mikrokredits

Bereits in den Vorjahren fanden immer wieder Gespräche zwischen Christian Gelleri und Falk Zientz von der GLS-Bank statt, wie man Regiogeld-Kredite in Gang setzen könnte. Über das Mikrokreditprogramm der GLS-Bank eröffnete sich erstmals eine reelle Chance zur Umsetzung. In Workshops des Vereins wurden Kriterien für die Kreditvergabe erarbeitet. Die REGIOS eG sorgte für die praktische Umsetzung. Für das Deutsche Mikrofinanzinstitut wurde 2009 von Christian Gelleri ein Konzept erstellt und für die Akkreditierung akzeptiert. Anfang 2010 wurden die Verantwortlichen des Chiemgauer und Sterntaler geschult. Im April 2010 wurde der erste Mikrokredit vergeben. Schon bald konnten beachtliche Stückzahlen und Kreditvolumen umgesetzt werden. Eine Vollzeitstelle wurde für die Kreditsachbearbeitung neu geschaffen. Besonders stolz ist der Verein darauf, dass Chiemgauer-Kredite zinsfrei vergeben werden. Damit werden die Vorzüge des Regiogeldes und der Mikrofinanzierung optimal verbunden.

2011 - Gemeinden machen mit

2011 lag der Schwerpunkt des Vereins auf der Einbindung von Gemeinden. Am Jahresende waren fünf Gemeinden förderndes Mitglied des Chiemgauer e. V.: Siegsdorf, Inzell, Ruhpolding, Altenmarkt und Traunstein. Alle Mitglieder werden auf den Rückseiten der Chiemgauer-Scheine abgebildet.

2012 - Parallelwährungen für Südeuropa

Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung beim Chiemgauer mit weiterhin beeindruckenden Wachstumsraten beim Chiemgauer-Umsatz und bei den Förderungen ging es beim Chiemgauer e. V. um die Frage, ob die Forschungsergebnisse beim Chiemgauer auf größere Zusammenhänge übertragbar sind. Wäre eine Art "Chiemgauer für Griechenland" sinnvoll? Ausgehend von einer Tagung mit dem Seminar für freiheitliche Ordnung in Bad Boll und einem Aufsatz von Eckhard Behrens zum Thema Parallelgeld (= Parallelwährung in Form eines staatlichen Nebengeldes) haben Christian Gelleri und Thomas Mayer einen Vorschlag für die südeuropäischen Staaten am Beispiel Griechenlands entwickelt. Im Sommer 2012 wurde auf Initiative des Bundesverbands der mittelständischen Wirtschaft in Berlin eine Parallelwährungskonferenz einberufen. Es wurden mehr als ein Dutzend Vorschläge vorgestellt und diskutiert. Das Forschungspapier findet sich hier.

 

Vereinsintern wurde ein neuer Vorstand gewählt. Christophe Levannier erklärte sich zur Übernahme des 1. Vorsitz bereit, unterstützt durch Christian Gelleri als 2. Vorsitzender.

 

Konkreter gefasst wurden die Regionalgruppen des Vereins mit der Wahl von Regionalgruppenleitern. Für Traunstein-Trostberg wurde Elke Mathe als Regionalgruppenleiterin gewählt, für Chiemsee-Achental Peter Fochler und für das Gebiet Rosenheim-Wasserburg-Mangfalltal ist seit Sommer 2012 Katharina Gruber-Trenker als Leiterin aktiv.

2013 - Jubiläumsjahr und 5. Regiogeld-Kongress

Pünktlich zum 10-jährigen Geburtstag des Chiemgauer wurde am Ursprungsort an der Waldorfschule Chiemgau in Prien am Chiemsee zunächst vereinsintern gefeiert. 200 Schülern der Oberstufe erläuterten der damalige Wirtschaftslehrer Christian Gelleri und Therese Landstorfer, Ex-Schülerunternehmerin und mittlerweile versierte Kunstmalerin, die Grundzüge und die Hintergründe des Chiemgauer. Ein Schüler aus der 2. Generation des Schülerunternehmens, Lukas Hertkorn, arbeitet mittlerweile bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und durfte dort bereits vor Kollegen eine Präsentation zum Chiemgauer halten.

Mit besonders viel Vorbereitung und Liebe zum Detail haben Christophe Levannier und Elke Mathe den 5. Regiogeld-Kongress vorbereitet. Anfang Mai kamen über 350 Teilnehmer. Erfreulich war vor allem die hohe Teilnehmerzahl aus der Region selbst. Unter www.chiemgauer-kongress.de gibt es eine Dokumentation zu dieser hochwertigen Veranstaltung.

 

2014

Zum 1.1. 2014 hat die Chiemgauer Regiogeld UG den Betrieb des Chiemgauer übernommen. Die Chiemgauer Regiogeld UG steht im 100%-igen Eigentum des gemeinnützigen Chiemgauer e. V. Die Chiemgauer Regiogeld UG hat die REGIOS eG beauftragt, die Abrechnungsdienstleistungen für die Chiemgauer Regionalwährung zu übernehmen.

 

Bei der Mitgliederversammlung 2014 verabschiedeten sich Christian Gelleri und Ulli Unterreitmeier aus dem Vorstand. Stefan Schütz wurde als 2. Vorsitzender und Susanne Leitner als Schatzmeisterin gewählt.

 

Inhaltliche Schwerpunkte des Chiemgauer e. V. waren 2014 die Gestaltung einer Chiemgauer-Serie zum 40-jährigen Jubiläum des Buches "Momo und die Zeitdiebe" von Michael Ende. In Bildungsveranstaltungen wurde der Zusammenhang von Momo und dem Geld heraus gearbeitet. Daneben gab es Veranstaltungen und Workshops in Schulen, Bildungshäusern, Universitäten und mit freien Bildungsträgen.