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Ab in die Leibeigenschaft wegen Tierpatente?

Zivilcourage kämpft für gentechnikfreie Region

Traunstein. Wandern die Bauern in die Leibeigenschaft wegen Patenten auf Kühe und Schweine? Darum geht es auf einer Veranstaltung der Zivilcourage Traunstein und Berchtesgadener Land. Am Freitag, 14. November, gibt es in der Traunsteiner Chiemgau-Halle ab 19.30 Uhr ein Referat samt Aussprache hierzu.

Worum es im Detail geht

Global agierende Großkonzerne besitzen wesentliche Teile der Nahrungsmittelversorgung. Die Veranstalter sind überzeugt, dass diese Konzerne die »Weltherrschaft über die

Nahrungsmittel« unter sich ausmachen. Patente, Lizenzen und das Saatgut genmanipulierter Organismen seinen dabei die Instrumente.

Die Gefahr der »grünen« Gentechnik besteht darin, dass es kein Halten mehr gebe, fängt man damit an. Das sagte auch der alternative Nobelpreisträger und kanadische Samenzüchter Percy Schmeißer mehrfach während seiner kürzlichen Oberbayerntour. Dr. Hamel meint auch, dass Patente auf Lebewesen die größte Bedrohung für Milchbauern seit der Bauernbefreiung vor 500 Jahren darstellt.

 

„Patente auf Kühe sollen dazu dienen, eine unerschöpfliche Geldquelle anzuzapfen“, sagte Dr. Hamel unserer Redaktion. Bei jeder Geburt eines Kalbes würden nämlich dann von den Landwirten Lizenzgebühren eingefordert werden. Im Januar 2007 erteilte das Europäische Patentamt in München zwei Patente auf Kühe. Eines davon auf eine gentechnische Manipulation, das andere auf eine Züchtungsmethode. Dr. Hamel: »Und gerade hier liegt das große Gefahrenpotential für uns Milchbauern, denn der Patentanspruch auf die Züchtungsmethode kann uns schon in wenigen Monaten erreichen.«