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Einigkeit bei Mitgliederversammlung

Die mit rund 40 Teilnehmern gut besuchte Jahreshauptversammlung am 19. November im Priener Regional- und Biomarkt beinhaltete neben dem Bericht zum Jahr 2012 die ausgearbeiteten Vorschläge zu Umstrukturierungsmaßnahmen: Die Versammlung stimmte mehrheitlich zu und erteilte dem Vorstand den Auftrag, die Vorhaben für die Zukunft einzuleiten und den Chiemgauer zu konsolidieren.

 

Die aktiven Mitglieder entlasten den Vorstand und erteilen diesem den Auftrag zur Umstrukturierung 2014.

Die aktiven Mitglieder entlasten den Vorstand und erteilen diesem den Auftrag zur Umstrukturierung 2014.

 

Prien. Vor rund 40 Teilnehmern berichtete der 1. Vorstand Christophe Levannier über das Geschäftsjahr 2012, das geprägt war von der Gründung der drei Regionalgruppen sowie des Lesekreises "Geldwerkstatt", viel Öffentlichkeitsarbeit mit in- und ausländischen Medien, Infoständen, Bildungsarbeit und den Vorbereitungen für den Regiogeldkongress 2013 in Traunstein. Einen kleinen Ausflug ins Aktuelle macht Levannier mit Neuigkeiten zu den gerade ausgelieferten Gutscheinen 2014/2015, neuen Fördermitgliedschaften von Gemeinden und dem erfolgreich durchgeführten Regiogeldkongress im Mai.

 

Stellvertretend für die Schatzmeisterin Ulli Unterreitmeier stellte der Chiemgauer-Steuerberater Krug den Geschäftsbericht vor und attestierte dem Chiemgauer e.V. eine solide finanzielle Situation. Auf Antrag des aktiven Mitglieds Heinz Schwarzmüller hat die Mitgliederversammlung den Vorstand einstimmig entlastet

 

Weitaus umfangreicher präsentierte sich der Tagesordnungspunkt Neugestaltung der Zusammenarbeit mit der Regios eG, die auf der Grundlage der Chiemgauer-Tätigkeiten gegründeten Genossenschaft, die sich um die wirtschaftlichen Belange der Regionalwährung kümmert.

 

In einer ausführlichen Präsentation erläuterte der 2. Vorstand des Chiemgauer e.V. sowie geschäftsführender Vorstand der Regios eG Christian Gelleri mit Unterstützung von Christophe Levannier die aktuellen Strukturen sowie die geplanten Änderungen:

 

Der Vertrag zwischen dem Chiemgauer und der Regios wurde zum Jahresende gekündigt, um eine für beide Parteien zukunftsfähigere Vertragssituation zu gestalten. Aus der historischen Entwicklung heraus sind die Partner eng verknüpft. Nach fünf Jahren des gemeinsamen Aufbaus hat sich die Regios eG inzwischen freigeschwommen: Weitere Regiogeldinitiativen, die über Regios abgerechnet und betreut werden, sind hinzugekommen, der Geschäftsbereich Mikrokredite ist inzwischen eine stabile Säule innerhalb der Genossenschaft.

 

Aus einer strukturellen und personellen Trennung zwischen dem Chiemgauer e.V. und der Regios eG ergäbe sich folgendes: Der Verein hält seinen Fokus weiterhin auf Gemeinnützigkeit und Bildungsauftrag. Um die wirtschaftlichen Belange kümmert sich die zu gründende Chiemgauer UG als 100%ige Tochter des Vereins. Dies wird notwendig, um den Verein insbesondere in wirtschaftlichen Belangen zu entlasten. Dieses Bekenntnis zu den ideellen Werten des Chiemgauer e.V. und das wirtschaftliche Konstrukt stellen sicher, dass die Initiative ihren Weg weitergehen kann: Bildung, Aufklärung, Handlung in Praxis und Theorie. Sam Wittich, aktives Mitglied des Chiemgauer e.V., fand ein kluges Bild hierzu: Man stelle sich den Chiemgauer als Haus vor. Das Dach sowie das Fundament bildet der Verein - das Erdgeschoss wird von der UG bewohnt.

 

Mit diesem Schritt, so Christophe Levannier, werde der Chiemgauer wieder eine alleinstehende Initiative - die mitunter schwierige personelle Doppelfunktion beim Chiemgauer und bei der Regios entfalle künftig, sodass der Chiemgauer im Außenauftritt mit einem Namen und mit einer Stimme darstellbar ist.

 

Nach reger Diskussion um das Umstrukturierungsvorhaben sowohl im Großen als auch im Kleinen bat Levannier die stimmberechtigten Mitglieder um den Auftrag, diese Maßnahme per 1.1.2014 anzugehen und erhielt einen einstimmigen Beschluss.

 

Fotos: Heike Talhammer/Katja Linneweber