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Chiemgauer-Mikrokredite - eine Erfolgsgeschichte

Traunstein. Eine echte Erfolgsgeschichte sind die Mikrokredite der Chiemgauer Regiogeld-Initiative: Im Jahr 2010 sind, wie Chiemgauer-Gründer und -Vorsitzender Christian Gelleri aus Rosenheim bei einem Pressetermin informierte, fast 500.000 Euro an kleinen Krediten an 110 Unternehmer ausgegeben worden. Diese Kredite sind, wenn sie in Chiemgauern gewährt werden, sogar zinslos.

 

Die Kredite bewegen sich im Durchschnitt in einer Größenordung von 4500 Euro. Die Regios-Genossenschaft ist hochzufrieden mit dem Erfolg, auch von Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird diese niederschwellige Kreditvergabe in diesem großen Umfang mit Genugtuung verfolgt. Dr. Dietrich Englert vom Ministerium war eigens zu einem Besuch nach Traunstein gekommen, um sich hier vor Ort ein Bild von der konkreten Situation zu machen. Besuche bei drei Traunsteiner Firmen vermittelten einen Eindruck davon, wie wichtig diese Kredite für kleinere Geschäfte und Unternehmer sein können. Viele Kredite werden ganz ohne Sicherheiten vergeben: »Weil wir uns kennen und weil wir aus der Region sind«, wie das der Leiter des Traunsteiner Regionalbüros Christophe Levannier ausdrückt.

 

Traunstein. Eine echte Erfolgsgeschichte sind die Mikrokredite der Chiemgauer Regiogeld-Initiative: Im Jahr 2010 sind, wie Chiemgauer-Gründer und -Vorsitzender Christian Gelleri aus Rosenheim bei einem Pressetermin informierte, fast 500.000 Euro an kleinen Krediten an 110 Unternehmer ausgegeben worden. Diese Kredite sind, wenn sie in Chiemgauern gewährt werden, sogar zinslos.

 

Durchschnittliche Größenordnung: 4.500 Euro

Die Kredite bewegen sich im Durchschnitt in einer Größenordung von 4.500 Euro. Die Regios-Genossenschaft ist hochzufrieden mit dem Erfolg, auch von Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wird diese niederschwellige Kreditvergabe in diesem großen Umfang mit Genugtuung verfolgt. Dr. Dietrich Englert vom Ministerium war eigens zu einem Besuch nach Traunstein gekommen, um sich hier vor Ort ein Bild von der konkreten Situation zu machen. Besuche bei drei Traunsteiner Firmen vermittelten einen Eindruck davon, wie wichtig diese Kredite für kleinere Geschäfte und Unternehmer sein können. Viele Kredite werden ganz ohne Sicherheiten vergeben: »Weil wir uns kennen und weil wir aus der Region sind«, wie das der Leiter des Traunsteiner Regionalbüros Christophe Levannier ausdrückt.

 

Ein ganz bezeichnendes Beispiel dafür ist das vor einem Jahr neu entstandene »Afrocaribic«-Lokal am Traunsteiner Bahnhof. Inhaber ist der aus Kamerun stammende Arnaud Yoné, der bei den angefragten Banken keine Chance hatte, Geld zu bekommen. Denn Sicherheiten hatte er nicht anzubieten. Von daher ist Yoné ausgesprochen glücklich über seinen Chiemgauer-Mikrokredit, der ihm den Start in seine gastronomische Unternehmung ermöglicht hat.

 

Chiemgauer als Werbemaßnahme

Eine weitere Firma in Traunstein, zu deren Gründung beziehungsweise Erweiterung ein Chiemgauer-Mikrokredit wesentliche Hilfe geleistet hat, ist die Firma »Naturalis – Bauen, Wohnen, Energie« von Wolfgang Schrag, die ökologische Baustoffe anbietet. »Der Chiemgauer Mikrokredit war für mich ausschlaggebend«, sagt der engagierte Unternehmer.

 

Und schließlich hat auch Heidi Flieher von der Leuchtenfirma Machatschek am Traunsteiner Stadtplatz für Anschaffungen vorübergehend einen Mikrokredit in Anspruch genommen. Bei Machatschek befindet sich auch eine der Chiemgauer-Ausgabestellen für Traunstein. Flieher sieht den Chiemgauer für sich nicht zuletzt als Werbemaßnahme. »Es kommen zu uns auch Kunden von auswärts, um mit Chiemgauer bezahlen zu können.«

 

Positiver Eindruck für Bundesministerium

Dr. Englert vom Arbeitsministerium ließ sich von den Unternehmern, die Mikrokredite in Anspruch genommen haben, genau die Umstände erklären und nahm davon einen sehr positiven Eindruck mit nach Hause. Denn sein Ministerium hat für Deutschland einen Mikrokreditfonds aufgelegt und sichert die Kreditvergaben auch ab. Ausgegeben werden die Kredite durch die GLS-Bank, aber erst dann, wenn sie von den Mikrofinanzinstituten – im Chiemgauerbereich also von der Regios eG – empfohlen worden sind. Dieser neue Weg, so Dr. Englert, ist eine Alternative zum bisherigen Verfahren, da solche Kredite meist nur über die jeweiligen Hausbanken abgewickelt wurden – und das nur mit Absicherung.

 

Finanziell unterstützt wird die Regios eG durch Gebühren, die der Mikrokreditfonds zahlt – als Ausgleich dafür, dass das Ausfallrisiko von den jeweiligen Mikrofinanzinstituten übernommen wird. Dies ermöglicht es beispielsweise der Regios eG – und damit ist sie so ziemlich die einzige Institution in Deutschland–, ihre Kredite zinsfrei zu stellen, sofern sie in Chiemgauern genommen werden. Zwar werden zunächst Zinsen erhoben. Sobald aber der Kredit getilgt ist, werden die Zinsen als Bonus zurückerstattet.

Ausfallquote von Null-Prozent bei Chiemgauer-Krediten

Insgesamt beträgt laut Dr. Englert die Ausfallquote sehr niedrige 2,1 Prozent. Bei den Chiemgauer-Mikrokrediten war die Ausfallquote 2010 bei null, heuer gab es einen kleinen Ausfall. Nach der Kreditausgabe von rund 500.000 Euro im letzten Jahr erwartet man bei der Regios eG für heuer eine Steigerung auf rund eine Million Euro.

 


 

Bildunterschrift:

Glücklich über den Start in ein eigenes Lokal mit Hilfe eines Chiemgauer-Mikrokredits ist der aus Kamerun stammende Arnaud Yoné (Zweiter von rechts), zusammen mit, von links, Dr. Dietrich Englert, Christian Gelleri, Bernadette Spallek und der für Traunstein zuständigen Chiemgauer-Mitarbeiterin Elke Mathe.

Foto: Hans Eder