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Chiemgauer präsentiert sich auf Bürgerversammlung

Seit geraumer Zeit unterstützt die Gemeinde Siegsdorf den Chiemgauer ideell. Nun können zahlreiche kommunale Leistungen in Chiemgauer bezahlt werden, zum Beispiel das Eintrittsgeld in das schöne Naturkundemuseum. Auf der jüngsten Bürgerversammlung war der Chiemgauer eingeladen, interessierten Siegsdorfern Wesen und Ziele des Vereins vorzustellen.

Im Gespräch: Chiemgauer & Gemeinde

Autobahnbau stand im Mittelpunkt

Seit geraumer Zeit unterstützt  die Gemeinde Siegsdorf den Chiemgauer ideell. Nun können zahlreiche kommunale Leistungen in Chiemgauer bezahlt werden, zum Beispiel das Eintrittsgeld in das schöne Naturkundemuseum. Auf der jüngsten Bürgerversammlung war der Chiemgauer eingeladen, interessierten Siegsdorfern Wesen und Ziele des Vereins vorzustellen.

 

Siegsdorf. Nein. Es wäre gelogen. Auf der Bürgerversammlung am jüngsten Samstag stand der Chiemgauer nicht im Mittelpunkt. Wenigstens, was die Infowände betrifft. Das Interesse galt vor allem der Autobahn, wie man auf dem unteren Foto unschwer sieht. Für das Chiemgauer-Team war die Einladung eine große Freude und Ehre. Honoriert die Gemeinde Siegsdorf doch damit das gemeinsame Bestreben, Positives für die ortsansässigen Vereine und Geschäfte zu erreichen.

Vorbildfunktion

»Die Gemeinde Siegsdorf möchte eine Vorbildfunktion übernehmen«, so Hermann Haslinger, Leiter des Hauptamtes (links). In der Politik wird gerne von »nachhaltigem regionalen Wachstum« gesprochen. In diesem Zusammenhang sagte Bürgermeister Thomas Kamm (rechts): »Manche Dinge wachsen von unten am besten.«  Das gelte insbesondere im Fall des Chiemgauer, der aus einem Schülerprojekt hervorgegangen und heute ein Bürgerprojekt ist. Jeder Kommunalpolitiker freue sich, wenn Bürger gemeinnützig anpacken und die Zukunft in ihrer Gemeinde gestalten, so Kamm. Das Projekt sei eine gute Sache. Es trage den Gedanken des gemeinsamen Zusammenhaltens in sich, genauso wie es in einem Dorf eben sein müsse.

 

Unternehmer bedanken sich mit drei Prozent bei den Verbrauchern für ihren regionalen Einkauf. Die Verbraucher entscheiden selbst, welchem Verein oder sozialen Zweck die Förderung zugutekommt. Die Vereine motivieren ihre Mitglieder, im Ort und der eigenen Region einzukaufen. Schon hier zeige sich der Kreislaufgedanke der Regionalwährung, die nicht auf Abschottung oder Einschränkung in der Verbraucherfreiheit zielt.

Besondere Geldeigenschaften

Durch besondere im Chiemgauer eingebaute Geldeigenschaften sorgt die Zweitwährung dafür, dass das Geld schnell weitergeben wird. Das fördert die Wirtschaft und hilft gerade den kleineren Unternehmen. Aber: Geld ist kein einfaches Thema. Es ist nicht auf die Schnelle »mal eben so« verstanden. Das gilt für Euro wie für den Chiemgauer. Für deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

 

Deshalb nutzt das Chiemgauer-Team jede Gelegenheit, Fragen zu beantworten. So auch auf dieser Bürgerversammlung. Bürgermeister Kamm  (rechts), Hauptamtsleiter Haslinger (links) und Regionalbüroleiter Christophe Levannier (Mitte)  besprachen Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung von Regionalgeld in Kommunen. Elke Mathe (ebenfalls Regionalbüro Traunstein) und die zweite Vorsitzende Elisabeth Koch aus Inzell beantworteten indessen viele Fragen der Siegsdorfer Bürger.

 

Fotos: Matthias Leippe