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Stärke liegt im Zuschnitt auf die Bedürfnisse vor Ort

Eine Stärke des Chiemgauer liegt in seinem Zuschnitt auf die speziellen Bedürfnisse vor Ort. Das zeigte sich einmal mehr bei den jüngsten Unternehmertreffen. Drei Regionalbüros luden ein: das Regionalbüro Chiemsee nach Frasdorf in den Treffpunkt Wein, das Regionalbüro Rosenheim in den Happinger Hof und das Regionalbüro Traunstein in das Café Lenz am Traunsteiner Stadtplatz. Drei Treffen in einer Woche, ähnliche Themen und doch ganz unterschiedliche Abende. Individuell eben, geprägt von der Entwicklung des jeweiligen Mikronetzwerkes und den Charakteren der Unternehmer im Umfeld des jeweiligen Regionalbüros.

Mit Freude bei der Sache: Chiemgauer-Team

Gedankenaustauch in persönlicher Rund

Messe zeigt: Großes Interesse am Chiemgauer

Eine Stärke des Chiemgauer liegt in seinem Zuschnitt auf die speziellen Bedürfnisse vor Ort. Das zeigte sich einmal mehr bei den jüngsten Unternehmertreffen. Drei Regionalbüros luden ein: das Regionalbüro Chiemsee nach Frasdorf in den Treffpunkt Wein, das Regionalbüro Rosenheim in den Happinger Hof und das Regionalbüro Traunstein in das Café Lenz am Traunsteiner Stadtplatz. Drei Treffen in einer Woche, ähnliche Themen und doch ganz unterschiedliche Abende. Individuell eben, geprägt von der Entwicklung des jeweiligen Mikronetzwerkes und den Charakteren der Unternehmer im Umfeld des jeweiligen Regionalbüros.

Persönlicher Gedankenaustausch im Vordergrund


Regionalbüro Chiemsee – in Frasdorf saß man in kleinerem Kreis im Treffpunkt Wein zusammen. In gemütlicher Atmosphäre konzentrierte man sich auf ähnliche Themen wie die anderen Regionalbüros auch. Intensiv nutzte man die Gelegenheit zum persönlichen Gedankenaustausch auf zwei unterschiedlichen Ebenen: zwischen Regionalbüro und Unternehmer einerseits und von Unternehmer zu Unternehmer andererseits.

Einhellig war man der Meinung, die Zusammenarbeit unter Chiemgauer-Unternehmern müsse gestärkt und Maßnahmen forciert werden, um Vereinsmitglieder zu gewinnen und zu motivieren, die »aktiv die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten nutzen und in Chiemgauer bezahlen«.

Kreative Ideenfindung im Vordergrund

Regionalbüro Rosenheim – im Happing Hof trafen sich rund 15 Unternehmer aus dem weiten Umkreis von Wasserburg, Mangfalltal und Rosenheim. Das Treffen diente nicht nur der Information über Erfolge auf der Neuen Messe Rosenheim und Themen, wie sie ausführlich im Bericht über das Traunsteiner Treffen (siehe unten) zu lesen sind. Der Abend entpuppte sich als kreative Ideenfindung.

Im Dialog wurden viele Ansätze entwickelt, die Unternehmer verwirklichen könnten, um den Chiemgauer in eigene Werbestrategien einzubinden. Sei es über Gutscheine, Integration in Speisekarte, besondere Rabattaktionen und vieles mehr. Fazit war, dass Unternehmer nicht Däumchen drehend warten könnten, um in den Genuss der speziellen Vorteile des Chiemgauer-Netzwerks im Sinne der Kundengewinnung und Kundenbindung. Wohl deshalb auch der Wunsch, dass künftig die Unternehmertreffen vierteljährlich stattfinden sollten.

Geballte Information im Vordergrund

Regionalbüro Traunstein – geballte Information aus erster Hand stand beim Treffen im Café Lenz im Vordergrund. Diese gab es zwar auf den anderen Treffen auch, aber nicht in dieser Tiefe und Breite. Stellvertretend für alle drei Treffen lesen Sie nachfolgend den Bericht des Journalisten und Chiemgauer-Mitglieds Franz Eder:

»316.750 Euro an Mikrokrediten - so der Stand Donnerstagabend - sind vom Verein Chiemgauer e.V. seit Jahresanfang ausgegeben worden. Diese eindrucksvolle Zahl gab Christophe Levannier im Café Lenz in Traunstein bei einem Treffen von Unternehmern, die mit dem Chiemgauer arbeiten, bekannt. Die Kredite bewegen sich hauptsächlich in einer Größenordung zwischen 1000 und 3000 Euro, der größte Kredit ging über 15.000 Chiemgauer. »Alle Kredite«, so Levannier, »sind zurückgezahlt worden, weil wir uns kennen, weil wir aus der Region sind«. Diese Kredite würden mitunter auch als Hilfe genutzt, um Unternehmen neu zu gründen, zu erweitern oder zu stabilisieren. Die Vergabe gestalte sich sehr flexibel, aber man müsse zuvor ausführlich miteinander sprechen, betonte Levannier.

Wir alle sind Gestalter und Motoren


Die jährlich zwei Mal stattfindenden Unternehmertreffen bieten nach Levanniers Meinung die Möglichkeit, sich Anregungen zu holen und sich zu motivieren. Sein Appell: »Wir sind alle Gestalter des Chiemgauers und Motoren, nicht nur Teilnehmer. Diese Chance müssen wir nützen, wir finanzieren das ganze schließlich auch.« Er verwies in dem Zusammenhang darauf, dass es sogar in der bayerischen Verfassung festgeschrieben sei, Kleinbetriebe zu schützen und die Entwicklung durch genossenschaftliche Selbsthilfe zu sichern: »Das machen wir, und das leben wir« zog Levannier ein positives Fazit.

Bei dem Treffen mit dabei waren einige der zentralen Personen der Chiemgauer-Welt. Elke Mathe ist Levanniers »rechte Hand in Traunstein«. Wer auch immer mit Chiemgauern zu tun habe, könne sich an sie wenden. In Sachen Mikrokredit, Kundenmitgliedschaft und Zentrale ist Christian Gelleri, »unser Chef aus Rosenheim und Gründer des Chiemgauers« zuständig, wie Levannier sagte. Außerdem stellte er noch Vorstandsmitglied Elisabeth Koch »aus dem Musterdorf Inzell« und Thomas Wittich vor, EDV-Spezialist und Initiator für Chiemgauer-Verbreitung in Waging.

Bei der Vorstellung der Anwesenden zeigte sich, dass hier Firmen aus dem gesamten Landkreis anwesend waren: Vertreter von Ladengeschäften, Dienstleister, Handwerker und Großhändler, eine bunte Mischung.

Zufrieden mit der Öffentlichkeitsarbeit


Zufrieden stellte Referent Levannier fest, dass in Sachen Chiemgauer vieles an Öffentlichkeitsarbeit geleistet worden sei: ein Stand auf der Messe in Rosenheim, ein Informationstermin mit den Grünen im bayerischen Landtag, der Besuch in einer Wirtschafts-Hochschule in der Bretagne. In Siegsdorf fand eine Schulung in der Gemeinde statt, da diese jetzt Mitglied werden will. Mit dabei waren Chiemgauer-Vertreter auch beim Chiemgauer-Ökofest in Trostberg. In Waging schließlich freue man sich über das Lebensmittelgeschäft Edeka Böhr, in dem inzwischen Chiemgauer angenommen werden, und über die neue Ausgabestelle in der Tourist-Info.

Den Chiemgauer-Mikrokredit, der vom Bundesarbeitsministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird, nannte Levannier eine Ergänzung zum normalen Bankkredit. Ein Kredit in Euro sei mit 7,5 Prozent zu verzinsen, Kredite in
Chiemgauern sind zinsfrei. Zwar werden zunächst Zinsen erhoben. Sobald aber der Kredit komplett getilgt ist, werden die gezahlten Zinsen als Bonus zurückerstattet.

Bezahlen mit Regiocard ist im Kommen


Levannier appellierte an diejenigen Unternehmer, die Chiemgauer annehmen, sich doch auch Kartenterminals und Lesegeräte zuzulegen, da viele Kunden einfach gern mit Karte bezahlen. Außerdem gibt es jetzt online ein Chiemgauer-Gewinnspiel, bei dem bei einem Memory-Spiel Lose regionaler Firmen zu gewinnen sind. Über das Memory bekommt der Spieler zudem einen Einblick in das Sortiment eines Geschäftes. Dies sei eine Möglichkeit, die man gut zum bei Veranstaltungen wie Neueröffnung oder Tag der offenen Tür als Alternative zu einer Tombola einsetzen könne, sagte Levannier.«



Bildunterschrift (oben): Ein Quartett aus Chiemgauer-Aktivisten, von links: Vorstandsmitglied Elisabeth Koch aus Inzell, die für Traunstein zuständige Mitarbeiterin Elke Mathe, Christophe Levannier, der Leiter des Traunsteiner Regionalbüros, sowie Chiemgauer-Gründer und -Vorsitzender Christian Gelleri aus Rosenheim. Foto: Eder