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Kreislaufgedanke funktioniert immer besser

Auch im vergangen Vereinsjahr setzte der Chiemgauer seine Erfolgsgeschichte fort. Der Umsatz in der beliebten Regionalwährung stieg um ein Drittel auf 4 Millionen Euro. Auffallend dabei: Immer mehr Mitgliedsunternehmer tätigen ihre Geschäfte untereinander in Chiemgauer. Dies erklärte der Erste Vorsitzende Christian Gelleri vor rund 30 Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung im Wochinger Bräu in Traunstein.

Auch im vergangen Vereinsjahr setzte der Chiemgauer seine Erfolgsgeschichte fort. Der Umsatz in der beliebten Regionalwährung stieg um ein Drittel auf 4 Millionen Euro. Auffallend dabei: Immer mehr Mitgliedsunternehmer tätigen ihre Geschäfte untereinander in Chiemgauer. Dies erklärte der Erste Vorsitzende Christian Gelleri vor rund 30 Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung im Wochinger Bräu in Traunstein.

Traunstein.
Das Erfreuliche ist, dass die regionalen Kreisläufe mit Chiemgauer immer besser funktionieren und Unternehmer ihre Geschäfte untereinander zunehmend in Chiemgauer bezahlen«, sagte der Vorsitzende Christian Gelleri auf der Jahreshauptversammlung. Damit funktioniere das Netzwerk im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens immer besser.

Die Rücktauschquote von Chiemgauer in Euro sinke. So wurden im Jahr 2003 etwa 90% des Chiemgauer-Umsatzes sofort in Euro zurückgetauscht. Heute beträgt die Rücktauschquote gemessen am Umsatz nur noch etwa ein Drittel. Der Chiemgauer entwickle somit die doppelte Dynamik des Euro, stellte Gelleri fest. Der positive Effekt: die in der Region verbleibende Wertschöpfung steigt.

Diese aus Sicht des Chiemgauer gute Entwicklung unterstreichen auch die Zahlen: 1,2 Millionen Chiemgauer wurden gegen Euro eingetauscht. 2,8 Millionen Chiemgauer gaben Unternehmer weiter, um Lieferantenrechnungen zu begleichen. Insgesamt lag der Chiemgauer um ein Drittel höher als 2008. Der Verein schrieb auch in 2009 wieder schwarze Zahlen und hat insgesamt Reserven in Höhe von 8.000 Euro gebildet. Größter Posten auf der Aktiv- und Passiv-Seite waren Chiemgauer-Verbindlichkeiten und in gleicher Höhe Euro-Rücklagen. Einstimmig wurde beschlossen, die Rücklage und die Verbindlichkeiten an den wirtschaftlichen Träger des Chiemgauer, die Regios eG, zu übergeben. Diese wurde gegründet, um eine rechtlich einwandfreie Trennung zwischen ideellen Zwecken (Chiemgauer e. V.) und wirtschaftlichen Tätigkeiten (Regios eG) zu erreichen.

Immer besseres Verbraucher/Unternehmer-Verhältnis

Aufgrund des guten Zuwachses an Mitgliedern von 20 Prozent beträgt das Verhältnis von Verbrauchern zu Unternehmern 3:1. Durch die Gewinnung neuer Verbraucher soll sich das Verhältnis im kommenden Vereinsjahr weiter verbessern. Der Chiemgauer entspricht im Wert 1:1 dem Euro. Er ergänzt allerdings den Euro um drei Aspekte. Erstens soll der Chiemgauer in der Region bleiben, weshalb Unternehmer einen Regionalbeitrag von fünf Prozent bei Rücktausch in Euro zahlen müssen. Zweites soll er die heimische Wirtschaft ankurbeln, weshalb das Geld dann aufgewertet muss, wenn man es nicht innerhalb von drei Monaten weitergibt (Umlaufimpuls). Drittens bedanken sich die Unternehmer für einen in Chiemgauer bezahlten regionalen Einkauf mit drei Prozent zugunsten eines Förderprojekts.

Gutes Echo in den Medien

Schriftführer Matthias Leippe berichtete von einem überaus großen Medieninteresse, das im vergangenen wie im laufenden Vereinsjahr anhalte. Das gelte für die Lokalpresse ebenso wie für überregionale Zeitungen, für Rundfunk und Fernsehen. Als verbesserungswürdig bezeichnete Leippe die Pressearbeit mit der Vielzahl an Gemeindeblättern, die in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein bestünden. Den Kontakt zu den Redaktionen der Heimatzeitungen des Oberbayerischen Volkblatts sowie des Traunsteiner Tagblatts wolle man ausbauen. Im Bereich der Mitgliederinformationen habe man alle Ziele erreicht. Auch die Webseite sei lebendig und aktuell.

Chiemgauer-Verein forscht

Chiemgauer-Vorstand Elisabeth Koch informierte über ein spezielles Forschungsprojekt, das die Klima-Werkstatt der Technischen Universität München und der Chiemgauer gemeinsam durchführten. Nach Auslaufen des Projektes habe man eine Förderung des Bayerischen Umweltministeriums erhalten und könne das Projekt in Inzell fortsetzen. Dabei geht es um die Frage, welche Potentiale sich durch klimafreundliches Verbraucherverhalten und nachhaltiges Wirtschaften in einer Region erschließen.

In engem Zusammenhang mit diesem Projekt steht die Entwicklung eines Nachhaltigkeitsindikators durch den Chiemgauer, mit dem ein Zusammenhang zwischen ökologischem Fußabdruck und Glücksempfinden erforscht und für jeden Einzelnen nachvollziehbar wird. In diesem Zusammenhang berichtete Gelleri von Forschungsarbeiten.

Mit einem interessanten Gedankenaustausch und vielen Vorschlägen wie man die Sache des Chiemgauer weiter verbessern kann, endete die Jahreshauptversammlung nach drei Stunden.