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Mit viel Spaß das Klima schonen

Die Klima-Werkstatt der Technischen Universität (TU) München führt gemeinsam mit dem Primus der Regionalgeld-Initiativen, dem Chiemgauer e.V., eine Verbraucherstudie durch.

 

Bereits zur Halbzeit der Studie zeichnet sich ab: klimabewusstes Verhalten macht Spaß. Im Mittelpunkt der jetzigen Projektphase stehen die Handlungsfelder »Konsum und Ernährung«.

 

Das Forschungsprojekt läuft seid zwei Monaten erfolgreich und wir in einen große Abendveranstaltung im Mai münden (siehe Terminankündigungen).

Rosenheim/Traunstein/Bad Reichenhall. Nach mehreren Treffen der vier Verbrauchergruppen aus Rosenheim & Rohrdorf, Traunstein, Inzell und Ainring und einem großen Infoabend im Januar zum Thema „Energie und Mobilität“ im Traunsteiner Rathaus steht fest: »Ja, man kann sein Verhalten in vielen kleinen Dingen verändern, um der Umwelt zu helfen und das Klima zu schonen«. Man kann, muss aber nicht sofort die Heizung umkrempeln, die Wände isolieren oder alle Fenster austauschen.

Stattdessen kann es schon das Klima entlasten die Raumtemperatur zu senken, öfters mal auf Fleisch zu verzichten oder statt zu fliegen mit der Bahn zu fahren. Das Maß sollte jeder sich selbst vorgeben und Freude am neuen Tun entdecken. Nur so erreicht man seine ganz persönlichen Klimaziele dauerhaft und anhaltend. Wie das geht, welche Veränderungen jeder Normalbürger vornehmen kann, das lernen die Teilnehmer während der Studie.

Im Nachhinein sollen die Ergebnisse auf andere Regionen und Projekte übertragen werden. Das Bild zeigt die Teilnehmer am Ende eines abendlichen Treffen: Jeder hatte etwas »klimafreundliches« zu essen mitgebracht und einen Gegenstand, den er ganz persönlich mit dem Klimawandel verbindet. Anhand der mitgebrachten Gegenstände ergaben sich ebenso interessante wie lehrreiche Gespräche. Das Bild zeigt (von links) einen Landschaftsgärtner, der auf die veränderte Flora hinweist, eine Rentnerin mit Pellets, weil sie die Heizung umgebaut hat.

Eine Studentin, die sich gerne von ihrer Benzinschleuder trennen möchte, eine Sozialpädagogin, die mit Herz und Kerzenlicht ein Symbol für ein gewandeltes Bewusstsein setzen möchte. Chiemgauer-Gründer Christian Gelleri spannt einen Regenschirm auf, weil eine Klimastudie heftigere Regenschauer für den Chiemgau in zwanzig Jahren vorhersagt. Eine Anlageberaterin sieht das Konsumthema globaler: Wo kommen die Lebensmittel her, wie sind sie verpackt, wie wurden sie produziert und transportiert?

Eine Hebamme hält ein Holzscheit und erinnert nicht nur an bewussteres Heizen. Es geht auch um nachwachsende Rohstoffen, CO2-Bilanz, Monokulturen in Wäldern und das Sterben von Fichten und Eichen. Und die Hose ganz rechts? An diesem Thema wird deutlich wie »unsinnig« mitunter produziert wird, wenn jeder Fertigungsschritt an einem anderen Ort der Welt gemacht wird. Deshalb trägt Julia Knechtel, Studentin aus Salzburg, auch eine »ökologisch-biologische« Jeans.