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Südtiroler genießen Chiemgauer-Shopping

Prien/Region Chiemsee (pf | 27.Oktober 2007) - Eine kleine, aber hoch motivierte Attac-Gruppe von Unternehmern, Handwerkern und Lehrern reiste aus Südtirol an, um den Chiemgauer praktisch zu erleben. Dabei handelt es sich um einen Gegenbesuch, den die Gruppe im Anschluss an einen Vortrag beschlossen hatte, der über den über den Chiemgauer im Brixner »Haus der Solidarität« gehalten wurde. Regionalbüro-Leiter Peter Fochler hieß die Italiener im Priener Regionalmarkt willkommen.

Prien/Region Chiemsee (pf | 27.Oktober 2007) - Eine kleine, aber hoch motivierte Attac-Gruppe von Unternehmern, Handwerkern und Lehrern reiste aus Südtirol an, um den Chiemgauer praktisch zu erleben. Dabei handelt es sich um einen Gegenbesuch, den die Gruppe im Anschluss an einen Vortrag beschlossen hatte, der über den über den Chiemgauer im Brixner »Haus der Solidarität« gehalten wurde. Regionalbüro-Leiter Peter Fochler hieß die Italiener im Priener Regionalmarkt willkommen.


Damit tauchten die Gäste gleich in den praktischen Alltag des Chiemgauer ein, da der Priener Regionalmarkt eine Akzeptanzstelle ist. Peter Fochler führte den Gästen an diesem Beispiel die Ziele des Chiemgauer klar vor Augen: Sinn des Regionalgeldes sei es, mehr Kaufkraft vor Ort zu binden und regionale Kreisläufe zu beleben.

Wie passt dieser Ansatz zu Südtirol?


Vor dem Hintergrund der besonderen wirtschaftlichen Situation in Südtirol mit hochwertigen Qualitätsprodukten bei beschränkten Ressourcen stellten die Gäste vertiefte Fragen zur Umlaufsicherung. Etwa: »Was muss man tun, damit Regionalgeld wie der Chiemgauer zügiger
ausgegeben wird?« Außerdem wollten die Italiener wissen, welche konkreten Vorteile für Chiemgauer-Anbieter herausspringen.

Einblicke in den praktischen Alltag


Auf solche praktische Fragen antwortete mit Julia Kollmansberger, Inhabern des Priener Regional-Marktes, eine Geschäftsfrau, die den Umgang mit dem Chiemgauer aus der Praxis genaustens kennt: Der Chiemgauer sei fest im Laden etabliert und mache rund zehn Prozent der Einnahmen aus. »Viele der eingenommen Chiemgauer können wir an Lieferanten weitergeben und unsere große Familie verbraucht ebenfalls immer wieder Chiemgauer«.
Geschäfte zum Ausgeben des Regiogelds gebe es im Umfeld eine ganze Reihe. Nach Meinung Julia Kollmansberger ist das Potenzial des Chiemgauer enorm und noch nicht ausgeschöpft. Sie wünschte sich, mehr Verbraucher zu überzeugen und die Landwirte stärker einzubinden.

Chiemgauer-Shopping macht Spaß


Die Debatte zu Globalisierung versus Regionalisierung, Themen wie Nahversorgung und kurze Transportwege, auch zur Multifunktion der Regiocard – unter anderem als idealem Instrument zum Kaufen von Chiemgauer - wurde beim Westernacher fortgesetzt.

Mit Freude nahmen die Gäste außerdem den Chiemgauer in die Hand, um ihn flugs wieder auszugeben. So auch beim
»Chiemgauer-Shopping« in Prien tags darauf. Beim Ausgeben der Chiemgauer ergaben sich zudem mit einzelnen Unternehmern interessante Gespräche und um die ging es den Gästen.
Im Schuh Huber zeigte man sich vom Chiemgauer überzeugt – nicht zuletzt auch angesichts vieler Chiemgauer-Kunden. Das Regiogeld sei für regionale Kreisläufe und zur Kundenbindung wichtig. Deshalb möchte sich die Geschäftsführung des Schuhhauses auch im Vorstand des Verbands der Priener Unternehmer für den Chiemgauer einzusetzen.

Die Erkundungstour führte noch durch eine weitere Reihe weiterer Geschäfte wie Naturkostladen, Apotheke und Buchhandlung. Die Gäste aus Südtirol nehmen vielfältige Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause – wie stark der Impuls das Netzwerk weiter auszubauen in Prien wirkt.

Genug Stoff zum Pläneschmieden für die eigene Region im Brixner Raum.