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Lebendiges Geld, lebendiges Wasser

Das Prinzip ist einfach. Den Kreislauf, den Menschen in der Region bereits durch Eintauschen von Euro in Chiemgauer in Schwung gebracht haben, wird durch immer mehr Unternehmen »lebendig« gehalten. Bisher gehen 3 Prozent von jedem »Geldtausch« an einen Verein, den der Verbraucher selbst wählen kann. Ab Januar 2008 verdoppelt das in Bad Leonhardspfunzen ansässige Unternehmen, die St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG, die Summe von 3 auf 6 Prozent.

 

Vielfältiges Wässer-Angebot

Engagiertes Team für sozialen Zweck

Rosenheim. Das Prinzip ist einfach. Den Kreislauf, den Menschen in der Region bereits durch Eintauschen von Euro in Chiemgauer in Schwung gebracht haben, wird durch immer mehr Unternehmen »lebendig« gehalten. Bisher gehen 3 Prozent von jedem »Geldtausch« an einen Verein, den der Verbraucher selbst wählen kann. Ab Januar 2008 verdoppelt das in Bad Leonhardspfunzen ansässige Unternehmen, die St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG, die Summe von 3 auf 6 Prozent.

Es kommen all diejenigen Vereine in den Genuss des »Matching-Fonds«, die beim Chiemgauer e.V. angemeldet sind und bis März 2008 ein Chiemgauer-Konto eingerichtet haben. Ausgenommen sind nur Vereine, die bereits an einen Sponsoringpartner gebunden sind sowie der Chiemgauer e. V. selbst.

Weitere Vereine haben jederzeit die Möglichkeit, sich beim Chiemgauer e.V. kostenfrei anzumelden und sich mit 6 Prozent der eingetauschten Summe fördern lassen.

Sowohl der geschäftsführende Vorstand des Chiemgauer e. V., Christian Gelleri, als auch der Leiter des operativen Geschäfts der St. Leonhards-Vertriebs GmbH & Co. KG, Martin Abfalter, freuen sich über die Zusammenarbeit. Der »Mehrwert« kommt sozialen Zwecken zugute.

St. Leonhardsquelle verdoppelt sozialen Effekt

Man war sich schnell einig: lebendiges Geld und lebendiges Wasser, wie es aus Arteserquellen direkt am Inn natürlich hervorsprudelt, passen hervorragend zusammen. Das heißt: Alle Wässer aus dem Hause St. Leonhard können ab sofort in der Chiemgauer Währung bezahlt werden, was zur nachhaltigen und direkten »Stärkung« regionaler Wirtschaftskreisläufe beitragen soll. Sowohl der heimische Groß- und Einzelhandel, die Gastronomie als auch Bioläden können ihre eingenommenen Chiemgauer damit noch gezielter in der Region in Umlauf bringen.

In der »Chiemgauer-Welt« führt das zu einer Belebung sämtlicher Wirtschaftsaktivitäten. Das gemeinsame Handeln kommt dadurch zum Tragen, dass die St. Leonhardsquellen ihre eingenommen Chiemgauer - gemäß der Idee des Matching-Fonds - an die Chiemgauer Vereine weitergeben und einfach den gleichen Betrag drauflegen. Dadurch entfaltet sich der soziale Aspekt der gegenseitigen Vereinbarung.

Wünsche gehen leichter in Erfüllung

Chiemgauer-Vorstand Klaus Kopp erklärt: »Beim Matching-Fonds geht es vor allem um eine Gerechtigkeit bei der Mittelvergabe. Wer sich in und für die Region engagiert und seine Vereinsmitglieder motiviert, mit Chiemgauer einzukaufen, der bekommt mehr, als derjenige, der keinen Finger rührt«.

Und der geschäftsführende Chiemgauer-Vorstand Christian Gelleri sieht in der Zusammenarbeit den Anfang eines ganz neuen Weges für die Region: »Wenn dieses Beispiel Schule macht, dann starten wir einerseits richtig mit dem Regiogeld durch, andererseits können sich viele Vereine darüber freuen, dass so manch ein Wunsch leichter in Erfüllung gehen wird«.

Auch aus Perspektive der St. Leonhardsquellen sieht man viele Synergieeffekte. Schließlich setzt das Unternehmen seit mehr als zwölf Jahren auf die naturbelassene Produktionsweise seiner Wässer, so dass die Lebendigkeit der einzelnen Wässer gewährleistet ist. Doch man will mehr. »Neben der Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte, liegt uns viel daran, soziale Projekte zu unterstützen oder sogar selbst zu initiieren«, bestätigte schon vor drei Jahren der Unternehmensgründer der St. Leonhardsquellen, Johann Abfalter, gegenüber dem Online-Forum »Unternehmenskultur«. Seiner Philosophie bleibt das Unternehmen weiterhin treu.

Für eine aktive und lebendige Region

»Lebendigkeit« bedeutet für den Chiemgauer e.V. Folgendes: durch das Regiogeld die heimische Wirtschaft, soziale Institutionen und auch Vereinsarbeit fairer mitzugestalten. Gestärkt werden regionale Wirtschaftskreisläufe. Dazu gehören z. B. auch kurze Transportwege, Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

Obwohl die Chiemgauer-Scheine für den Endverbraucher kostenfrei sind, sollte er sie nicht im Geldbeutel vergessen. Quartalsmarken sorgen für einen Umlauf-Impuls - eine Verlängerung »vergessener« Chiemgauer kostet nämlich zwei Prozent mehr. Dadurch entsteht ein »lebendiger« Kreislauf.

Und »lebendiges« Wasser? Hier gehen die St. Leonhardsquellen ganz eigene Wege. Die fünf Quellen treten aus eigener Kraft ausgewogen mineralisiert an die Erdoberfläche. Kein Pumpen und kein mechanischer Druck zerstören den »Informationsgehalt«, den das Wasser auf seinem Jahrhunderte dauernden Lauf durch unterirdische Geröll- und Gesteinsschichten aufnimmt.

»Die Wirkungsweise des Wassers ist weniger über chemische, vielmehr über physikalische Reaktionen zu erklären«, erläutert Martin Abfalter. Es geht darum, das »ausgezeichnete Gedächtnis« des Wassers zu erhalten, das durch seine natürliche Struktur zum Ausdruck kommt.

»Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit, weil wir damit eine Menge für eine aktive und lebendige Region bewirken können«, resümiert Martin Abfalter, und stimmt somit der Zielsetzung des Vereins voll und ganz zu.