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Hauptsache billig

Am Mittwoch, 28. April, sendet um 20.15 Uhr der SWR auf seinem Fernsehkanal den Film »betrifft: Hauptsache billig«.

Zeitungsbeilagen locken täglich mit unglaublichen Schleuderpreisen: Zucchini für 19 Cent das Stück, ein Damen-Jogginganzug für 12 Euro, Badelatschen für einen Euro, der Billig-Laptop, man muss nur Schlange stehen! Wie kommen diese Preise zustande? Ein Grund für diese Dumpingangebote ist sicher die miserable Bezahlung der Beschäftigten - bei einem Textildiscounter verdient man als ungelernter Neuling zwischen 3,80 und 5 Euro die Stunde brutto. Aber das ist nicht alles. Dieser Film macht sich auf den Weg zu den Produktionsorten der Billigangebote. In China, wo die PCs hergestellt werden für Löhne zwischen 80 und 100 Dollar im Monat, in Bangladesch, wo fast alle europäischen Verkäufer ihre Kleiderwaren nähen lassen für noch geringere Löhne und in Almeria, Spanien, wo marokkanische und lateinamerikanische Frauen für ein paar Cent unter Plastikplanen Gemüse anbauen, das in Deutschland supergünstig zu haben ist.

»betrifft«-Autor Mirko Tomic war mit einem Filmteam dort und hat sich die Arbeitsbedingungen angesehen. Genauso wie Vertreter von Hilfsorganisationen und Gewerkschafter, die gegen die Gier nach dem Profit auf dem Rücken anderer kämpfen. Bisher vergeblich. Die kleinen Preise gewinnen am Ende immer. Auch, weil Verbraucher die Augen fest verschließen, wenn der Preis stimmt.