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Japan versucht Glücklichsein mit der Gemeinschaftswährung eumo

Das Wort „eumo“ leitet sich vom griechischen Wort „eudaimonia“ ab, was „ein zufriedener Zustand des Glücklichseins und des Wohlstands“ bedeutet. Es scheint hoffnungsvoll, dass diese neue Gemeinschaftswährung in Japan eine nachhaltige, zufriedene Gesellschaft schaffen und die regionale Wirtschaft ankurbeln könnte.

Thomas Wittich, Kayuki Nishina und Christophe Levannier

Eine eumo-Mitarbeiterin, Kayuki Nishina, besuchte die Geschäftsstelle in Traunstein, um sich über den Chiemgauer zu informieren. Gleichzeitig konnten wir etwas über die Idee und die App dieser Währung erfahren: In Japan werden im Moment einige Gemeinschaftswährungen geschaffen, um zu versuchen, regionale Gebiete wiederzubeleben. Hierbei sollen städtische Verbraucher mit regionalen Produzenten verbunden werden.

 

Den eumo gibt es seit Juli 2020. Das ausschließlich elektronische Geld wird mithilfe einer App verwaltet. Der Umtausch ist 1 Yen= 1 eumo.

Aufgeladen wird das Konto von den Usern (im Augenblick 4000) per Kreditkarte oder in einem der 250 teilnehmenden Geschäfte. In diesen Geschäften kann man mithilfe eines QR-Codes bezahlen.

Mit dieser App, die für uns einfach zu bedienen scheint, wird ein Netzwerk gebildet: man zahlt mit ihr nicht nur in den Geschäften, sondern kann sie auch als Kommunikationsmittel mit den Geschäften oder auch mit den Usern untereinander benutzen. User sehen Angebote oder Neuigkeiten der Geschäfte und können ihrem Lieblingsgeschäft auch Trinkgeld geben. Und es kann auch von User zu User überwiesen werden.

Es fehlt noch ein Kreislauf, in dem die Geschäfte untereinander eumo austauschen. Bisher bekommen die Geschäfte monatlich ihr Guthaben ausgezahlt.

Der Community-Manager (es gibt mehrerer Communities und je Communitiy einen Communitiy-Manager und ein Wallet in der App - die Communities sind nach Region oder Thema (z.B. Faitrade) gebildet) entscheidet mit den Nutzern der jeweiligen Community, wie damit umgegangen wird: Nach drei Monaten verfallendes Geld an die Nutzer auszahlen oder zum Beispiel an eine Schule spenden- ähnlich unserem Spendenparlament.

 

Der eumo - ein Werkzeug, um Menschen glücklicher zu machen?