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Vergabe des Leopold-Kohr-Preises in Salzburg

Am 4. März wurde in Salzburg der Leopold-Kohr-Preis vergeben. Festredner war apl. Prof. Dr. Niko Paech

Vor drei Jahren nahm einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker, Prof. Dr. Niko Paech, in der Aula der Universitätsbibliothek Salzburg, den Leopold Kohr Preis 2016 entgegen. Dieser Preis wird alle drei Jahre von der Leopold Kohr Akademie für soziale, kulturelle und ökonomische Projekte verliehen, in denen die Philosophie Leopold Kohrs erkennbar ist

Niko Paech rief damals in seiner Rede zum aktiven Verzicht auf. Die Welt müsse vom „Wohlstandsmüll entrümpelt“ werden. Eine radikale Reduzierung materieller Ansprüche wäre kein Mangel sondern ein Gewinn. Das betonte der Verfechter der „Postwachstumsökonomie“ – eines Wirtschaftssystems, das nicht auf Wachstum sondern auf einen Wandel des Lebensstils, der Versorgung und Produktion setzt. Es würde deutlich weniger Ressourcen verbrauchen, wäre insgesamt stabiler und ökologisch verträglicher. Es würde außerdem viele Menschen entlasten, denen „im Hamsterrad der materiellen Selbstversorgung schon ganz schwindlig wird“.
Genau wie einst der aus Salzburg stammende Philosoph Kohr müsse man stets fragen: „Was ist das Menschendienliche?“, meinte der Preisträger.

 

In diesem Jahr erfolgte am Montag, 4.3.2019 um 19 Uhr die Vergabe des Preises 2019 an die Bio-Heu-Region Trumer Seenland und apl. Prof. Dr. Niko Paech hielt die Festrede.